100 Gesichter des deutsch-schwedischen Puppenspielers Michael Meschke
(fotografiert von Nikolaus Hein)

Michael Meschke visualisierte die Stoffe der Weltliteratur auf der Bühne der Puppen, der Figuren, der Masken und Menschen in einer bisher kaum gesehenen Intensität und Formenvielfalt.
Seine geballte Kreativität zeigte uns ein totales, ein grenzenloses Theater. So gilt beispielsweise seine Inszenierung "König Ubu" aus dem Jahr 1964 uns heute noch als kultureller Meilenstein. Michael Meschke ist Grenzüberschreiter in der bildenden und darstellenden Kunst, ist Impulsgeber, Schrittmacher, gibt europaweit Anstöße zu neuen Wegen und Auseinandersetzungen. Mitt seinen Inszenierungen gastierte er auf allen wichtigen Festivals und in vielen Schauspiel- und Opernhäusern der Welt. Er ist im Bereich des modernen Theaters Avantgarde und gehört zu den wichtigsten Europäern.
(Vorwort für den Katalog zur Ausstellung "Grenzüberschreitungen. Hundert Gesichter des deutsch-schwedischen Puppenspielers Michael Meschke" - Autor: Nikolaus Hein)

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Grenzüberschreitungen
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Aus der künstlerischen Biografie
Michael Meschke (* 1931)

Inszenierungen für Erwachsene
(MM = Michael Meschke)
1988: Don Quichotte nach Miguel de Cervantes. Regie: MM

1991: Christoph Kolumbus von MM nach Inspiration von Eduardo Galeano und Paul Claudel. Regie, Figuren und Szenographie: MM, Musik: Karl-Erik Welin

1991: Don Quichotte nach Miguel de Cervantes. Opernlibretto von MM, Musik: Karl-Erik Welin

1992: Sarajewo Musik von MM

1994: Die Hamlet-Legende nach W. Shakespeare. Bearbeitung, Figuren und Szenographie: Pär Heimdal, Regie: Helena Nilson und MM

1994: König Lear von William Shakespeare. Schauspielrolle als Herzog von Kent, Oriontheater, Stockholm, Regie: Peter Oskarsson

1996: Die Apokalypse oder Der aufgeschobene Weltuntergang von MM und Ensemble. Musik: Homero Alvarez