100 Gesichter des deutsch-schwedischen Puppenspielers Michael Meschke
(fotografiert von Nikolaus Hein)

Michael Meschke visualisierte die Stoffe der Weltliteratur auf der Bühne der Puppen, der Figuren, der Masken und Menschen in einer bisher kaum gesehenen Intensität und Formenvielfalt.
Seine geballte Kreativität zeigte uns ein totales, ein grenzenloses Theater. So gilt beispielsweise seine Inszenierung "König Ubu" aus dem Jahr 1964 uns heute noch als kultureller Meilenstein. Michael Meschke ist Grenzüberschreiter in der bildenden und darstellenden Kunst, ist Impulsgeber, Schrittmacher, gibt europaweit Anstöße zu neuen Wegen und Auseinandersetzungen. Mitt seinen Inszenierungen gastierte er auf allen wichtigen Festivals und in vielen Schauspiel- und Opernhäusern der Welt. Er ist im Bereich des modernen Theaters Avantgarde und gehört zu den wichtigsten Europäern.
(Vorwort für den Katalog zur Ausstellung "Grenzüberschreitungen. Hundert Gesichter des deutsch-schwedischen Puppenspielers Michael Meschke" - Autor: Nikolaus Hein)

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Grenzüberschreitungen
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Aus der künstlerischen Biografie
Michael Meschke (* 1931)

Inszenierungen für Erwachsene
(MM = Michael Meschke)
1965: Bagatellen III, Pantomime für gemischte Spieltechniken von Luisa Meschke und MM, Regie und Figuren: MM

1966: Die Dreigroschenoper von Bertold Brecht. Regie: MM, Figuren und Szenographie: Franciszka Themerson, Musik: Kurt Weill

1968:
Undine von Jean Giraudoux. Regie: MM, Szenographie: Agneta Pauli, Figuren und Kostüme nach Vorbildern von Aubrey Beardsley, Musik: Karl-Erik Welin

1970: Die göttliche Komödie nach Dante Alighieri und Olof Lagercrantz. Regie: MM, Szenographie und Masken: Lennart Mörk

1971: Handlungen der Schlafenden von Kerstin Strandberg. Regie: MM

1971: Dantons Tod von Georg Büchner. Regie: MM, Kostüme: Francoise Gründ, Musik: Karl-Erik Welin