"Danza Macabra: Hexen, Furien und Dämonen"
             
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Theaterfiguren von Alejandro Corral, Granada / Spanien

Gemäß der Zielsetzung des Puppentheater-Museums Berlin, in vielfältigen themenbezogenen Ausstellungen den "Spielraum der Fantasie" nach allen Seiten hin auszuloten, stellt es in seiner neuen monografischen Ausstellung "Danza Macabra" Theaterfiguren des in Spanien sehr renommierten Figurenbildners und Puppenspielers Alejandro Corral vor, die allesamt der dunklen, weitgehend verdrängten Seite des Lebens gewidmet sind.
Corrals Figuren stellen zum einen stark satirisch karikierte Menschentypen dar, besonders solche der höheren spanischen Gesellschaftsschichten, zum anderen sind es makabre bis liebenswert verschrobene Fantasiewesen, die allesamt dem Reich des Unbewußten, der Träume, Mythen und Märchen entsprungen zu sein scheinen.

Die bösen Frauenkarikaturen Corrals richten sich nicht gegen die Frauen an sich, sondern gegen den Geist des "Schwarzen Spanien" ( "La Espana negra" ), den sie vertreten und verkörpern. Der Geist der "Espana negra" ist der Geist der feudalaristokratischen Klerikalen und großbürgerlichen Schicht Spaniens, der Geist der katholischen religiösen Intoleranz, der Geist der Inquisition, der Andersgläubige, Andersdenkende, Andersfarbige austrieb, ausbeutete, ausrottete. Der "Theatermacher", Regisseur, Puppenspieler und Theaterfigurenbauer A. Corral steht ganz in der Tradition der Kämpfer gegen dieses Unterdrückersystem des "Schwarzen Spanien".