"Puppentheater-Motiv in der Malerei und Grafik"
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Frühe bildliche Darstellungen sowie schriftliche Dokumente bilden die wesentlichen Grundlagen zur Erforschung der Geschichte des Puppentheaters. So wie die Puppenspieler ihr Publikum von jeher amüsierten, wurden Maler, Chronisten, Schriftsteller und Dichter inspiriert, den Reiz, der von diesen Aufführungen ausging, in ihren Texten und Bildern zu beschreiben.
Das älteste bildhafte Zeugnis über das Spiel mit bewegten Figuren ist die mit "Ludus monstroum" ("Spiel der Wunder") benannte Zeichnung aus der Zeit um 1175. Im Jahr 1818 erstmals veröffentlicht, wurde das Original 1870 durch einen Brand bei der Belagerung von Straßburg vernichtet.
Jahrhunderte hindurch informierten Künstler dank ihrer detailgetreuen Darstellungsweise über die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Puppentheaters ihrer Zeit. Berichte über längst vergangene Spielformen geben Auskunft über regionale Besonderheiten, sowie über die Umstände, wie und wo die Puppenspieler ihr Publikum erfreuten. Eine Fülle von Einzelheiten geben Einblick in die Szenerie auf der Bühne, aber auch die Puppenspieler und ihr Publikum stehen häufig im Mittelpunkt. Ein beliebtes Motiv waren oft die Handpuppenspieler, die auf Straßen und Plätzen mit ihren deftigen, possenreichen Szenen vor allem das erwachsene Publikum amüsierten. So zeigen auch viele Darstellungen den "Puppenhelden", die zentrale Figur, wie er mit einem Schlagstock wirkungsvoll seinen Standpunkt vertritt.

Die Ausstellung "Puppentheater - Motiv in der Malerei und Grafik" zeigt eine Auswahl von Originalen bildlicher Darstellungen aus vier Jahrhunderten, die besonders ansprechend und typisch für verschiedene Erscheinungsformen des Puppentheaters früherer Zeiten sind.

   

Literaturhinweis
(im Museum erhältlich)
"Puppentheater - Motiv in der Malerei und Grafik"
eine Projektmappe zur gleichnamigen
Ausstellung mit Textteil
und 20 Reproduktionen historischer
bildlicher Darstellungen
von Puppentheatern.
(Iose Blattform)
8 Euro
   
  C. Roth
Lithographie 1843